Himmelsscheibe von Nebra – auf Luthers Spuren in Halle –Weinverkostung im Kloster Pforta und Dom in Naumburg

2 Tages-Bus-Reise von Reisen.Kultur.Genuss in Kooperation mit BildungEvangelisch

Auch wenn wir am Nachmittag des ersten Reisetages Halle an der Saale erreichen und dort übernachten werden, so besuchen wir auf dem Hin- und Rückweg der Busreise viele überaus sehenswerte Zwischenetappen, ganz getreu der Lebensweisheit „Der Weg ist das Ziel“.

Denn zuerst werden wir dem bedeutendsten archäologischen Funde des vergangenen Jahrhunderts nachgehen: Die Himmelsscheibe von Nebra, eine 3700 bis 4100 Jahre alte, kreisförmige Bronzeplatte mit Applikationen aus Gold, ist die älteste bekannte Himmelsdarstellung. Im Museum sowie Planetarium der Arche Nebra, ganz in der Nähe des Ortes, wo 1999 zwei Hobbygräber die Scheibe und andere Gegenstände fanden, bekommen wir alle Hintergrundinformationen zu diesem außergewöhnlichen Schatz. Dieser Fund enthüllte auch die Existenz der unbekannten Hochkultur von Aunjetitz, mitten im Herzen Europas. In Nebra werden wir ebenfalls eine Mittagspause einlegen und fahren dann weiter nach Halle.
Nach dem Eintreffen in unserem zentral gelegenen Hotel besuchen wir die Marktkirche „Unser Lieben Frauen“, auch
Marienkirche genannt. Sie ist die jüngste der mittelalterlichen Kirchen der Stadt Halle (Saale) und zählt zu den bedeutendsten Bauten der Spätgotik in Mitteldeutschland. Jeden Dienstagnachmittag lässt Marktkantor Irénée Peyrot Musik aus verschiedenen Epochen erklingen und bringt damit die ganze Klangvielfalt dieser besonderen Schuke-Orgel zu Gehör.

Beim anschließenden Stadtrundgang „Die Luthertour – Halle und der Reformator“ hören wir u.a. was Luther mit dieser Stadt verband und wie die Reformation hier siegte, werden aber auch zur Moritzburg und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten geführt. Nach dem Frühstück sind wir nochmal auf den Spuren der Himmelsscheibe unterwegs und werden im Museum für Vorgeschichte in Halle durch die Sonderausstellung „Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – neue Horizonte“ geführt. Für uns Besucher zeigt sich hier das faszinierende Bild eines vernetzten Europas am Ende der Steinzeit und während der Bronzezeit mit Fürstengräbern, goldenen Ritualobjekten, Kultanlagen und Importen aus dem Orient. So werden die Kenntnisse und Eindrücke, die wir am Vortrag in der Arche Nebra gewinnen durch diese außergewöhnliche Ausstellung vertieft und vervollständigt.

Mit unserem Reisebus geht es weiter nach Kösen, bereits in die Nähe von Naumburg. Im Landesweingut des Klosters Pforta dürfen wir nun mehr über das bekannte Weinanbaugebiet Saale-Unstrut erfahren, vor allem aber auch ein paar gute Tropfen im Holzfasskeller verkosten. Natürlich haben Sie auch die Gelegenheit, von diesen Weinen etwas einzukaufen. Ein kurzer Besuch im Anschluss des Klosters Pforta ist ein Muss. Ursprünglich wurde es im 12. Jh. als Benediktinerkloster gegründet, wenige Jahre später aber bereits mit Zisterziensern besetzt und bestand als Abtei dieses Ordens bis 1540. Heute finden in der Klosterkirche regelmäßig klassische Konzerte statt.

In Naumburg legen wir dann die Mittagspause ein, bevor uns am Nachmittag hauptsächlich dem spätromanisch-frühgotischen Dom widmen. Dieses Kulturdenkmal des Hochmittelalters ist ein Besuchermagnet an der „Straße der Romanik“ und trägt seit dem 1. Juli 2018 den Titel UNESCO-Welterbe. Die größte Anziehungskraft übt der Westchor mit seinen zwölf Stifterfiguren aus. Das Zusammenspiel von Architektur, Skulptur und Glasmalerei – geschaffen durch die Hand eines Bildhauerarchitekten – ist ein Meisterwerk. Speziell Markgräfin Uta gilt als das Sinnbild für die „schönste Frau des Mittelalters. Während unseres geführten Rundgangs werden wir mehr über die architektonischen und kunsthistorischen Besonderheiten dieser Stätte erfahren. Die malerischen Gässchen um den Dom laden noch zum Bummeln und Verweilen in einem Café ein. Die Rückreise nach Erlangen beträgt ungefähr 3 Std. Fahrzeit und so werden wir gegen 20.00 Uhr wieder am Bahnhof, Erlangen eintreffen.
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