Kunst und Kultur mit Katja Boampong-Brummer

Webinare mit der Erlanger Kunsthistorikerin Katja Boampong-Brummer jeweils um 19.00 Uhr. Sie können sich ganz einfach online selbst anmelden und bekommen dann eine automatische Teilnahmebestätigung. 30 Minuten vor Beginn ist Carsten Kurtz bereits online und kann technische Hilfe leisten.

13.01.22, Donnerstag – „Amadeo Modigliani“

„Amadeo Modigliani“- ( 1884-1920 )- der Maler des nach innen gerichteten Blickes
Wie bei Paula Modersohn ist seine Lebensspanne allzu kurz bemessen, dennoch aber hinterließen beide markante Spuren. Das Œuvre erscheint nicht sehr abwechslungsreich- die Gesichter und Figuren, von Frauen zuvörderst, erscheinen stereotypisiert und mit „blinden“ Augen. Es liegt Moderne in den Kompositionen, eine gute Portion Manierismus begegnet uralter zykladischer Kunst, etwas Rätselhaftes verhindert den voyeuristischen Zugriff. Seitenblicke beispielsweise auf die Skulpturen Constantin Brancusis, auch auf manche Werke Picassos und Matisses` mögen erhellend sein, kannten sie doch einander alle. Ein „enfant terrible“, dem man nicht böse ein kann.

Nächste Termine:

17. Februar, Alexej von Jawlensky ( 1865-1941 ) – DATUM verschoben!

Gabriele Münter hielt ihn für das stärkste Farbtalent in der Gruppe des Blauen Reiter. Mitunter zeigen seine Werke den „fauvistischen“ Mut eines Henri Matisse. Er steht wohl in der zweiten Reihe der expressionistischen deutsch- russischen Formation, hinter den „Chefdenkern“ Kandinsky und Marc, jedoch entwickelt er vor allem seit den 20er Jahren eine sehr eigenwillige Formsprache mit den gewagten Reduktionen seiner Köpfe, die die Grenzen des Erkennbaren ausloten und zeigen, dass man mit einem Minimum an Zeichenhaftigkeit dennoch ein Maximum an Ausdruck erreichen kann.

17. März, Männer der Antike

Die schönsten Männer der Antike- in Bronze und Marmor, „en gros et en detail“ und keinesfalls unanständig.
Unterdessen habe ich so viele beeindruckende, technisch und ästhetisch hinreißende, bewunderungswürdige Kunstwerke der griechischen und römischen Antike gesehen, dass es mich drängt, sie Ihnen einmal geballt in schönen Bildern und Ansichten zu präsentieren. Lassen Sie es nicht verdrießen- das wahre Leben sieht anders aus, aber die Kunst will und kann oft das Ideal schaffen ( zugleich aber auch einem extremen Realismus frönen ). Es wird eine schiere Freude sein, die Kunstfertigkeit, die Würde und Anmut der Figuren zu beobachten. Vielleicht finden sich unter den Zusehenden auch Herren, die sich dieser Herausforderung stellen…. ab und an streue ich auch einmal eine Dame ein!

(Beitragsbild von Couleur auf Pixabay) (Artikel aus redaktionellen Gründen neu datiert)

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