Athen, Delphi und der Peloponnes

Studienreise in das klassische Griechenland mit Katja Boampong-Brummer vom 28. März bis 6. April 2023

10 – tägige Reise per Flug und Bus vor Ort

Wo musste Sisyphus vergeblich schuften, wo stellte Apoll der Nymphe Daphnis nach, wo trafen sich die Sportler zu ihren Wettkämpfen, wo weissagte die Pythia, wo lebte Agamemnon, wo finden sich wunderbare byzantinische Fresken, wo lässt es sich wunderbar den Wein genießen- unsere Reise beantwortet alle Fragen!

Kostenloser Online Vortrag per ZOOM zur Information und Einstimmung am Donnerstag 24. November um 19.00 Uhr. Bitte direkt hier anmelden: https://eu01web.zoom.us/meeting/register/u5Muc-6rqTsiE9UXjUA1wAMt_cFYnuD9c7l7

(Text von KBB) Der Frühling hebt an, die Kultur liegt zu unseren Füßen oder erschließt sich beim Blick nach oben- wir schweben im olympischen Himmel und werden oftmals in ein homerisches Gelächter ausbrechen (oder auch nur zurückhaltend archaisch lächeln), also beste Voraussetzungen für eine ersprießliche Reise. Wir erleben viele starke AUGENBLICKE!

Das Motto der Documenta 2018 war „Von Athen lernen“. Nun, das wollen wir auch! Wir beginnen dort, wo Europa die Wiege jener Demokratie und Kultur sieht, die heute so zerbrechlich zu sein scheint und sich vielen Herausforderungen gegenübergestellt sieht. Schauen wir auf die Wurzeln, deren Zeugnisse uns bis in die Gegenwart ästhetisch faszinieren und selbst in ihrem fragilen Zustand noch von der Majestät und Kraft der Vergangenheit künden. Die Region ist ja schier durchtränkt von Mythen und Legenden, aber auch von konkreter Geschichte. Sehen wir Olivenbäume, Lorbeerzweige, Anemonen- alles gemahnt an die Götter, ihre Liebesgeschichten, ihre Metamorphosen. Schauen wir in den blau- weiß gekräuselten Himmel oder das türkisfarbene Meer, über die sanft gewellten Hügel oder auf die schroffen Bergspitzen, auf die zerfransten Küsten oder friedlich grasende Schafe- stets treten Szenen Homers oder des Herodot vor unsere Augen. Mykene, Salamis, Olympia, Delphi- wieviel können diese magischen Orte erzählen, ihre Steine, ihre Orakel, ihre Helden, ihre Götter und Halbgötter. Diese haben ihren Auftritt auch in Epidauros oder Tiryns, in Korinth – wo immer wir uns befinden.

Was wir unter keinen Umständen vernachlässigen dürfen: die wunderbaren byzantinischen Bauwerke, Fresken und Mosaiken! Das Museum für byzantinisch-christliche Kunst in Athen eröffnet das Thema, das dann in Daphni und Osios Loukas und andernorts grandios und als Weltkulturerbe geadelt weitergeführt wird. Nachdem ich mich durch die Vorzimmer der griechischen Kultur in Zypern, Kleinasien und Kreta gearbeitet und den zauberhaften Norden erlebt habe, bin ich nun bereit für die Paraderäume. Natürlich werde ich eine-obligatorische- Begleitung zur Seite haben, so dass wir Ihnen gewiss einen wunderbaren Eindruck vermitteln können. Den Rest erledigen die freundlichen Griechen, das Zusammenspiel von Kultur und Natur, das schon milde Wetter- und die Gunst der Götter, denn Apoll und seine Musen müssen uns Kultursüchtigen ja gewogen sein. Und auch Hermes wird seine Freude an den Reisenden haben. So folgen wir der Anziehungskraft der schönen Augen und begeben uns in die behütende Hand des Götterboten! (Leider sind auch seine Dienste nicht mehr umsonst …)

1.Tag, 28. 3., Di.: ZAUBERHAFTER EMPFANG
Vorgesehene Flüge – Stand August 2022
7:45 ab Nürnberg via München (dort ab 11:10 Uhr) nach Athen, dort an 14:35; LH
Anschlussflüge von Frankfurt nach München können angeboten werden, bitte fragen.

Zu Anfang gönnen wir uns sogleich einen herrlichen Überblick über die Akropolis vom Philopáppos-Hügel aus. Es ist vielleicht eine gute Idee, sich sodann zunächst im Archäologischen Museum umzusehen- Sie werden so viele Exponate sehen, die Sie seit der Schulzeit aus Geschichtsbüchern oder Kunstbänden kennen. Die goldene Agamemnon-Maske, kykladische Idole, Vasen, Grabsteine, Epheben und zarte Koren-Statuen geben eine Verheißung auf Künftiges. Das noch recht junge Akropolis-Museum wird uns schon morgen eine spektakuläre Ergänzung zu den heutigen Eindrücken liefern. So werden wir auf dieser Reise fortan gewiss stets ein seliges Lächeln im Antlitz tragen und es den schönen Marmorstatuen gleichtun!
Wir beziehen für 3 Nächte das Hotel „Amalia“, am Nationalgarten gelegen und ca. 1,5 km vom Akropolis-Hügel entfernt, mit herrlichen Blicken vom „Roof Top“ dorthin mit der Vorahnung des ausgedehnten Komplexes von Mauern, Propyläen, Heiligtümern, Theater, Säulenhallen, Schatzhaus, Plätzen. Die effektvolle abendliche Illumination genießen wir beim Dinner. (2x essen wir außerhalb des Hotels.)

2.Tag, 29.3, Mi: DAS ZENTRUM DER GRIECHISCHEN POLIS
Der Tag ist weitgehend der Akropolis und dem dortigen Museum sowie dem Areopag und der Agora gewidmet. Wir lernen eindrücklich, was nach Auffassung dieser Jahrhunderte zum Funktionieren von Staat und Kult an Baulichkeiten in einem bestimmten räumlichen Kontext notwendig schien.
Der Parthenon-Tempel, das Erechtheion, der Hephaistos-Tempel, das Athena-Heiligtum, das Dionysos-Theater, Bouleuterion, Odeion, Stoa: da müssen wir unbedingt Ordnung hineinbringen und Zeit und Kondition aufwenden, natürlich mit angemessenen Pausen zum Erhalt von Körper und Geist. So freuen wir uns über die Nähe des Hotels und ein individuelles Stündchen in der Altstadt.

3.Tag, 30.3., Do: BYZANZ KANN MITHALTEN
Nun kommt das Museum für Byzantinische und Christliche Kunst zu seinem Recht. Großartige Ikonen schauen uns enigmatisch an und die frühchristlichen Skulpturen entfalten den Charme des noch nicht dogmatisch Festgelegten.
Die Antike umfängt uns wieder und wieder: das Töpferviertel Keramaikós, die Gräberstraße und das Dipylon als das größte Tor des alten Athen. Das junge Athen umbrandet uns ganz automatisch und der gepflegte Nationalgarten bietet den geruhsamen Gegenpol.
Das Benakí- Museum wäre mindestens eine Kür wert: nochmals etwas Byzanz und Antike und eine Prise Islam. Die Reihenfolge der Besichtigungen kann in Absprache mit unserem Local Guide variiert werden.

4.Tag, 31.3., Fr.: MOSAIKEN, FRESKEN, METAMORPHOSEN, AMBIENTE
Unsere Koffer sind gepackt und wir ziehen weiter westwärts mit dem Ziel Delphi. Circa 200 km sind ins-gesamt zu überwinden.
In Daphne müssen wir achtgeben, dass wir nicht von Apollon begehrt werden und uns panisch, wie einst die gleichnamige Nymphe, in einen Lorbeerbaum verwandeln (es sei denn, wir wollten dem schönen Gott gar nicht entweichen). Heute aber zieht uns eine großartige byzantinische, kuppelgezierte Kirche des romanischen 11. Jahrhunderts an, mit Mosaiken und Fresken geschmückt, wie wir Sie uns eindrucksvoller gar nicht wünschen können. Die formelhaften, hieratisch-zeremoniellen und zugleich doch so erzählfreudigen Kunstwerke werden uns in vergleichbarer Qualität später erneut begegnen.
Der nächste Stopp geschieht in Eleusis, wieder einer der mythisch so dicht besetzten Orte mit dem Zentrum des Demeter- Kultes; die Tochter dieser Göttin, Persephone, wurde vom hässlichen Hades in die Unterwelt entführt. Allüberall herrscht hier Götteralarm!
Irgendwann haben wir zur Rechten den Parnass im Visier und sehen uns gar verlockt zu einer kleinen Wanderung, die uns herrliche Ausblicke gewährt und uns weiter mit dem Mythenschatz der alten Griechen vertraut macht- es gibt hier ja kaum ein Stückchen Erde, das nicht von solchen Geschichten erfüllt ist, besonders, wenn wir uns der Heimstatt des Apoll nähern. Eine kleine südliche Volte geleitet uns zum Kloster Osios Loukas, wo wir hinsichtlich der byzantinischen Kunst erneut die ganze Fülle und Qualität der Ausstattung erleben dürfen.
Delphi empfängt uns für zwei Nächte im Hotel „Amalia“, das schöne Blicke in das Tal gewährt.

5.Tag, 1.4., Sa.: POESIE UND ORAKELSPRÜCHE, APOLL UND PARNASS
Delphi setzt das antike Thema fort. Am Abhang des Musenberges Parnass und über dem Golf von Korinth gelegen, unter der Wacht des Lichtgottes, mit dem Orakel eines der wichtigsten Heiligtümer der großgriechischen Welt- unter solchen Auspizien wollen wir weitgehend diesen Tag dem weihevollen Ort widmen, sonst würde vielleicht die Pythia Ungutes weissagen! In dem zugehörigen Museum sehen wir endlich den Wagenlenker, der uns eingangs auf die Spur lockte! Nach 2500 Jahren hat er seine Jugendlichkeit fast unversehrt erhalten.
Ein kleiner Ausflug an die Küste in den pittoresken Ort Itea Galaxidi rundet den Tag ab. ca. 40 km

6.Tag, 2.4., So.: HINÜBER AUF DEN PELOPONNES – WO DIE OLYMPISCHE IDEE ENTSTAND
Nun machen wir uns mit Gepäck auf den Weiterweg und gelangen über Patras mit einer modernen, ele-gant die Meerenge überwindenden Brücke und teilweise atemberaubenden Strecke nach Olympia, um na-he zum Ausgrabungsgelände eine Nacht im Hotel „Europa“ zu verbringen ca. 260 km Der Nachmittag ist den Ausgrabungen in Olympia gewidmet. Ab 776 v. Chr. werden die Spiele greifbar- wenn auch schon Herakles sie gegründet haben soll. Während der Wettkämpfe sollte Frieden herrschen -dieser Wunschgedanke beseelt uns bis heute und unterdessen noch mehr.
Die Zeus-Statue zählte zu den antiken Weltwundern und wurde von Phidias geschaffen- seine Werkstatt ist in den Grundmauern erhalten, der 12 Meter hohe Koloss nicht. Der Hera-Tempel ist einer der ältesten Griechenlands, das Stadion bot 45000 Zuschauen Platz- nur Superlative schienen Olympia angemessen. Das Archäologische Museum beherbergt bemerkenswerte Exponate, vor allem das Zauberwerk des Praxiteles (um 350 v. Chr.), Hermes mit den Dionysos-Knaben vorstellend, Sie kennen ihn schon von der zweiten Seite.

7.Tag, 3.4., Mo.: VON HEILIGEN UND HELDEN
Schon geht es weiter- tief in die vielgliedrige Halbinsel und in die Geschichte hinein! Überraschen wird Sie das Städtchen Mistra, das als Ensemble von Kirchlein, steilen Gassen und Häusern mit reichlich Leben so typisch ist für unser Gastland. Und da wir nahe Sparta sind, denken wir an die militärische Zucht, die von Jugend die Erziehung und Haltung bestimmte. Da geht es uns deutlich besser!
Unterdessen gelangen wir zur Landschaft Argolis und endlich zur bronzezeitlichen Epoche. Tiryns eröffnet das Staunen über diese Kultur, von der UNESCO als eines der wichtigsten Zentren erachtet. Zyklopenmauern, ein trapezoider Gang, Reste eines Palastes- sie bilden die Ouvertüre zu Mykene. Wir reden von einer Periode um die Mitte des 2. Jahrtausends vor Christus. Burgmauern, Kuppelgräber, das Löwen-tor, die Goldmaske des Agamemnon, Heinrich Schliemann- das sind die Stichworte, die uns nunmehr mit Inhalt gefüllt werden. (Nötigenfalls, um das Programm nicht zu überfrachten, verschieben wir Mykene auf morgen.) Wir richten uns für die letzten drei Nächte in der Nähe von Nauplion ein, das Hotel „Amalia“ bietet jede Annehmlichkeit. ca. 240 km

8.Tag, 4.4., Di.: THEATER, WEIN UND SPIELE
Wer unter uns des Altgriechischen mächtig ist und Aristophanes deklamieren kann, findet heute seine Bühne in Epidauros ! Eines der größten griechischen Theater betört aber auch ohne Schauspieler und Chor durch seine Lage, die man ja stets als natürliches Bühnenbild in das Kalkül einbezog. Ein weiterer Ort, über Ursprung und Bedeutung des antiken Theaters nachzudenken (nach dem Beispiel in Athen).
Das hübsche Náfplio ist eine Zwischenstation, in Nemea sodann findet sich in Schutze des alten Zeus-Heiligtums erneut eine antike Wettkampfstätte – und Heracles erlegte hier den „nemeischen“ Löwen und vollzog damit einer seiner 12 ihm auferlegten Taten. Wir aber genießen eine Weinprobe- diese Prüfung werden wir leicht bestehen! Es geht zurück in unser Hotel. ca. 180 km

9.Tag, 5.4., Mi.: KORINTH- EINST KONKURRENTIN VON ATHEN
Heute bleiben wir in der unmittelbaren Umgebung. Es geht zum Isthmus von Korinth. Der Kanal, zu dem schon Nero kühne, aber unausgeführt gebliebene Pläne entwerfen ließ, nahm erst im späten 19. Jahrhundert Gestalt an. In ihm machen wir eine eindrucksvolle Bootstour!
Korinth selbst, Widersacherin von Athen, beschäftigt uns den Rest des Tages mit den Ruinen des Apollon-Tempels und der Glauke-Quelle (die zweite Gattin Jasons wurde durch die Rache Medeas am Hochzeitstag zu Tode gebracht; auf was für heißem Boden bewegen wir uns ständig!), aber auch der wuchtigen Burganlage von Akrokorinth, die uns von der Zeit der Kreuzfahrer erzählt und noch mehr von der nachfolgenden venezianischen Epoche und weiterhin der langen türkischen Besetzung. Wer sie erklimmen will, muss ganz schön Ausdauer beweisen, aber der Ausblick ist Belohnung für jede Mühe!

10.Tag, 6.4., Do: FINALE- SEHNSUCHTSVOLLE ABSCHIEDSBLICKE
Wenn wir recht früh starten, können wir dem Gott des Meeres einen Besuch abstatten, bevor wir in die Lüfte gehen. Wir sausen an Athen vorbei zum südlichsten Zipfel Attikas, zum Kap Sounion. Dort steht exponiert der Rest des Poseidon-Tempels. Noch ein paar Säulen- nun ja. Aber der Blick auf Inseln und Inselchen, auf das Meer- so azurblau, so türkisblau, so tiefblau, so kristallblau- so griechischblau eben!
Gegen 13 Uhr sollten wir am Flughafen sein, um 15.25 geht es los; um 17:00 landen wir in München (für Frankfurter Gäste können Anschlussflüge geordert werden, nach Nürnberg und Erlangen geht es weiter mit dem gemieteten Bus.
Änderungen des Programmes in Anpassung an lokale Gegebenheiten sind vorbehalten.

Der Reisepreis beträgt: ca. 2130 € pro Person im Doppelzimmer; 385 € EZZ
Die genaue Angabe erfolgt alsbald.
Dieser Preis gilt ab 20 Teilnehmern; unterschreiten wir diese Zahl, wollen aber dennoch die Reise zur Durchführung bringen, erlauben wir uns, Sie eventuell um einen Mini – Gruppen – Zuschlag zu bitten!
Sollte sich der Flugpreis zwischen dem Zeitpunkt der Kalkulation (August 2022) und dem Reisetermin erheblich erhöhen, darf der Veranstalter einen kleinen Betrag an den Kunden weiterleiten.

  • Folgende Leistungen sind darin enthalten
  • 9 Übernachtungen in guten bis sehr guten Hotels in Athen, bei Korinth, in Olympia und Delphi; Halbpension
  • Flüge mit LH von Nürnberg via München nach Athen und retour (Wegen anderer Verbindungen bitte fragen- es kann dabei zu Preisänderungen kommen! Der Weg nach und von München erfolgt per Bus!)
  • komfortabler Bus, alle den Bus betreffenden Kosten (nicht aber Tipps für den Chauffeur )
  • Weinprobe mit Imbiss;
  • Begleitung durch Herrn Kurtz vom Evangelischen Bildungswerk
  • fachlich kompetente Reiseleitung und Führungen (obligatorischer Local Guide und Frau Boampong-Brummer)
  • Eintrittsgelder (ca. 140 € !) , Insolvenzabsicherung, Audio-Anlage

Der Anmeldeschluss ist der 16. Januar 2023; eine relativ zeitige Anmeldung empfiehlt sich zur Sicherstellung der gewünschten Einzelzimmer; zugleich kann der Veranstalter eher absehen, ob die Reise ausreichend Teilnehmer haben wird. Es ist immer hilfreich, von Ihrem Interesse zu wissen, auch wenn Sie sich noch nicht verbindlich festlegen können / wollen.

Reiseveranstalter ist Katja Boampong-Brummer. Von Ihr bekommen Sie alle weiteren Informationen.
Kontakt:
Katja Boampong-Brummer
0049 9131 503897
0049 171 5387231
kbb-reisen@t-online.de

(Bild von Dias12 auf Pixabay)

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