https://wuenschundstoemer.com/schwellenangst-2024

Schwellenangst

Annäherungen an einen anderen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer

Können wir anders und offen über den Tod und das Sterben sprechen? Wie können wir mit Schmerz umgehen und in Trauer füreinander da sein? Was passiert mit einem Körper, wenn er gerade stirbt, und warum ist die Redewendung „im Tod sind alle gleich“ ein so großes Missverständnis? Luisa Stömer und Eva Wünsch schaffen mit ihrem Buch „Schwellenangst“ einen neuen Zugang in ein für viele schweres, tabuisiertes Thema: Obwohl das Sterben und der Tod zu den fundamentalsten menschlichen Erfahrungen gehören, haben wir beides heute weitgehend aus unserem alltäglichen Leben verdrängt – gestorben wird zu oft allein und in der Trauer werden wir auf uns selbst zurückgeworfen. Die Ausstellung zeigt Texte und Illustrationen aus dem Buch und leistet einen wichtigen Beitrag dazu, wie ein Gespräch über die Endlichkeit gelingen kann.

Herzliche Einladung zur Vernissage am Dienstag, den 3. Februar um 19.00 Uhr im K+Q.
Gemeinsam mit den Künstlerinnen Eva Wünsch und Luisa Stömer, Herrn Lutsch vom Bestattungshaus Utzmann und Tanja Treibig vom Projekt Gemeinsam endlich – Mitfühlende Stadt Erlangen werden wir ins Gespräch über Schwellenängste kommen.

Miteinander im Gespräch bleiben

Miteinander im Gespräch bleiben

Die Welt ist aus den Fugen. In einer Zeit, in der Vorurteile und Hass zu eskalieren drohen, lautet die wichtigste Frage: Was hilft? Wir sind überzeugt: Reden! Wir laden Sie herzlich ein zu unserem Jahresempfang mit Saba-Nur Cheema. Die renommierte Politologin, Publizistin und Antirassismus-Trainerin wurde einem breiten Publikum durch ihre Kolumne in der FAZ, das „Muslimisch-jüdische Abendbrot“, bekannt. Gemeinsam mit ihrem Mann Meron Mendel hat sie das gleichnamige Buch geschrieben, das genau an diesem Punkt ansetzt: dem Abbau von Vorurteilen durch den ehrlichen Dialog. Erfahren Sie mehr über das Projekt, das die scheinbar unversöhnlichen Gegensätze am Küchentisch zusammenbringt, und diskutieren Sie mit uns, wie der offene Austausch ein Weg aus der Polarisierung sein kann.

  • Impulsreferat: Saba-Nur Cheema (Politologin, Publizistin & Antirassismus-Trainerin)
  • Musik: „Schall & Frau“ (Frauenchor des Dekanats unter der Leitung von Diakonin Sandra Schwarz)
  • Wann: Freitag, 6. Februar 2026, 19.00 Uhr – 22.00 Uhr
  • Wo: KREUZ+QUER (Haus der Kirche am Bohlenplatz)

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen anregenden Abend! Anmeldung erwünscht.

Und: Wir feiern! Das EBW wird 50! Wir laden Sie herzlich ein, Ihre Erinnerungen und Ihre Neugier mitzubringen – und gemeinsam mit dem Team von BildungEvangelisch und dem Vorstand des Evangelischen Erwachsenen Bildungswerks Erlangen e.V. zu feiern, was in den letzten fünf Jahrzehnten gewachsen ist!

Wir glauben an denselben Gott … oder doch nicht?

Wir glauben an denselben Gott … oder doch nicht?

Ein Studientag zu interreligiösen Diskursen zwischen Judentum, Christentum und Islam. 

Das Judentum, das Christentum und der Islam schöpfen aus einer gemeinsamen Quelle: den Traditionen des biblischen Israel, die sie jeweils für ihre eigene religiöse Botschaft adaptiert haben. Zusammen wollen wir über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der drei monotheistischen Religionen ins Gespräch kommen. Nach einem einführenden Teil diskutieren wir in Arbeitsgruppen über Interaktionen in Bezug auf biblische Personen, die Rezeption von biblischen Narrativen oder religiöse Feste und Feiern. Kenntnisse in orientalischen Sprachen sind nicht erforderlich.

am Fr, 30.01.2026 von 14:30 -18:00 Uhr in der Villa an der Schwabach

Referent*in: PD Dr. Christian Lange, Ramy Abdin, Dr. Nathanael Riemer
Teilnahmegebühr 12,00 €

Anmeldung erforderlich bis 21.01.26

In Kooperation mit dem Bayerischen Forschungszentrums für Interreligiöse Diskurse an der FAU Erlangen und der KEB in der Stadt Erlangen    

Die Bibel mit anderen Augen sehen

Die Bibel mit anderen Augen sehen

Schritte auf dem Weg zu einer postkolonialen Auslegung

In den letzten Jahren ist das Bewusstsein für die andauernden Wirkungen von Kolonialismus und Rassismus in unserer Gesellschaft gestiegen. Auch die Bibel war lange Jahre ein wichtiges Instrument der Unterdrückung und Auslöschung von nicht-westlichen Traditionen und kulturellen Vorstellungen. Wissenschaftler*innen auf der ganzen Welt erforschen Alternativen zu einer kolonialen Lektüre der Bibel und arbeiten die Wirkungsgeschichte biblischer Texte auf. Der Religionswissenschaftler und Theologe Simon Wiesgickl hat zur Bibel als deutscher Kolonie promoviert und an einem Seminar in Hongkong unterrichtet. In seinem Vortrag beleuchtet er die imperialen Kontexte der Entstehung biblischer Traditionen, beschreibt die kolonialen Traditionen der Auslegung und beleuchtet postkoloniale Alternativen.

  • 20. November – 19.30 Uhr
  • KREUZ+QUER (Haus der Kirche Erlangen)
  • Dr. Simon Wiesgickl (Lehrstuhl für Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie)
  • Anmeldung erwünscht
  • kostenfrei
Bild von Peter Dargatz auf Pixabay

TiefgangEvangelisch: 9. November

„Ein Tag der Geschichte“ mit dem Freiheitskämpfer und Zeitzeugen des Mauerfalls Pfr. Martin Schewe

Am 9. November um 21.20 Uhr veröffentlichen wir den Mitschnitt der Folge zum Nachsehen auf YouTube:

https://youtu.be/DNugQSSxWJg

In der aktuellen Folge des Interviewformats von BildungEvangelisch „TiefgangEvangelisch“ spricht Dr. Julia Illner mit dem Gast Pfarrer Martin Schewe über seine persönlichen Erfahrungen als Aktivist während der Ereignisse des Jahres 1989. Er schildert seine Erinnerungen an den Mauerfall und die Freiheitsbewegung in der damaligen DDR. Basierend auf diesen tiefgreifenden persönlichen Erlebnissen setzt sich Martin Schewe heute dafür ein, Jugendliche über die Fundamente und Errungenschaften der Demokratie aufzuklären. Zu diesem Zweck konzipiert er Workshops und einen Gottesdienst, die sowohl den Mauerfall von 1989 als auch die historischen Lehren aus der Pogromnacht von 1938 thematisieren.
live in der Villa und im Stream via ZOOM.

Bild im Anhang zur Veröffentlichung freigegeben ©carsten.kurtz Von Links: Gertrud Wiesheier, Markus Müller, Birgit Fernengel, Renate Koch, Dorothea Geiger-Pieger, Conny Steigleder, Brigitte Langenbach, Hildegard Prütting, Angelika Siebenmorgen-Heemskerk, Andrea Truckenbrodt, KR Karsten Schaller, Prof. Dr. Hans-Georg Hopf, Andrea Felsenstein-Rossberg (krankheitsbedingt nicht im Bild: Gisela Pirzer)

Zertifizierung der neuen Kirchenführenden in Erlangen

Elf hoch engagierte Ehrenamtliche aus den Dekanaten Erlangen und Fränkische Schweiz haben erfolgreich ihre einjährige Ausbildung zur Kirchenführerin und zum Kirchenführer abgeschlossen. Im Rahmen eines Tagesseminars und eines feierlichen Festakts im Gemeindehaus B11 der Erlanger Altstadt wurden sie am 11. Oktober 2025 von Kirchenrat Karsten Schaller (zuständig für Kirche und Tourismus in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern) zertifiziert.
Die regionale Ausbildung stand unter dem Motto „Kirchen: Schätze des Glaubens – Zeugnisse der Geschichte“ und startete im Februar 2025.

Für die Teilnehmenden endete damit ein intensives Jahr mit Tagesseminaren und Online-Vorträgen, voller neuer Erkenntnisse, gemeinsamen spirituellen Erfahrungen und reflektierten, aufregenden Probeführungen. Dabei vermittelte der Kurs tiefgreifende Kenntnisse über:
• unterschiedliche Kirchenräume
• geistliche und theologische Konzepte
• Kirchengeschichte und Stilkunde
• spirituelle Einsichten in die Vielfalt des Glaubens und dessen Symbolik.
„Ich habe meinen heimatlichen Kirchenraum und andere Kirchengebäude ganz neu sehen gelernt und erfahren, wie ich diese baulichen und spirituellen Schätze jetzt an Andere gut vermitteln kann“, resümierten die Absolvent*innen einstimmig.

Das vielfältige und anspruchsvolle Ausbildungsprogramm wurde von BildungEvangelisch und BE Fränkische Schweiz gestaltet. Die Leitung und Moderation übernahmen die ehemalige Referentin aus dem Gottesdienst-Institut der ELKB, Andrea Felsenstein-Rossberg, zusammen mit der Erwachsenenbildnerin Gertrud Wiesheier und Diakon Carsten Kurtz.
Die zertifizierten neuen Kirchenführer*innen sind nun in der Lage, als Fachleute Kirchengebäude und ihre Ausstattungen auf unterschiedliche Art zu erschließen. Neben der klassischen Kirchenraumführung bieten sie auch besondere Formate an, etwa Führungen für Kinder, bei Nacht oder mit historischen Kostümen. Sie freuen sich darauf, die Schätze ihrer Kirchen in den Ortsgemeinden anderen zeigen und spirituell erfahrbar machen zu können. Den Kontakt zu den neuen Kirchenführenden vermittelt gerne BildungEvangelisch.

Auf dem Bild von Links: Gertrud Wiesheier, Markus Müller, Birgit Fernengel, Renate Koch, Dorothea Geiger-Pieger, Conny Steigleder, Brigitte Langenbach, Hildegard Prütting, Angelika Siebenmorgen-Heemskerk, Andrea Truckenbrodt, KR Karsten Schaller, Prof. Dr. Hans-Georg Hopf, Andrea Felsenstein-Rossberg (krankheitsbedingt nicht im Bild: Gisela Pirzer)

CF_www.uschioswald.a

Lob der Grundrechte

Wie wir in kommenden Krisen das Gemeinwohl schützen

Spätestens seit der Corona Pandemie ist klar: Unsere Grundrechte lassen sich viel leichter außer Kraft setzen, als wir es lange Zeit für möglich gehalten hätten. Dabei sind unsere Grundrechte ein wichtiger Anker unserer Demokratie. Trotz der Hürden, die existieren, um ihre Einschränkung zu erschweren, muss überlegt werden, was es künftig braucht, um die Grundrechte zu schützen.

Der mit Gemeinwohl Ökonomie bekannt gewordenen Publizist Christian Felber analysiert die Geschehnisse während der Corona-Zeit, um einen Ansatz zu entwickeln, mit dem das zukünftige Beschneiden der Grundrechte in Krisensituationen vermieden und das Gemeinwohl gewahrt werden kann.

  • Teilnahmegebühr 10 EUR, Anmeldung erbeten
  • Mittwoch, 24.09.2025, 19.30 bis 21.00 Uhr
  • In Kooperation mit der vhs Erlangen und der KEB in der Stadt Erlangen
  • Online-Anmeldung hier möglich: https://www.evangelische-termine.de/d-7589219