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„CROSS OVER“ UND FUSION

ÜBER DIE IMPULSE DURCH DIE ADAPTION FREMDER EINFLÜSSE IN DER BILDENDEN KUNST Die Bedeutung der kulturellen Verschmelzungen in der Kunst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts

Vortrag von Katja Boampong-Brummer und Rahmenprogramm durch die „Escuela de Flamenco y Danza Española“ (im Bild) im KREUZ+QUER am 13. April um 18.30 Uhr

Einzelne Künstler sahen sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts im Strom der fulminanten Neuerungen (Impressionismus etc.) nach Anregungen um, die ihnen außereuropäische oder antike Kulturen geben konnten. Diese erschienen ihnen als unverbraucht, ursprünglich oder „archaisch“ im Sinne des auf das Essentielle Abzielenden. Sie erneuerten und befeuerten daran ihre Formphantasie. So hätte sich ohne die Kenntnis afrikanischer Skulpturen kaum so vehement der Kubismus durchgesetzt. Ägyptisierendes wird zitiert bei Gauguin, die zykladische Kunst schimmert bei Modigliani durch, die Südsee inspiriert Nolde und Pechstein, die japanischen Holzschnitte beeinflussen massiv den Impressionismus und den Jugendstil, viel später reagiert Jackson Pollock auf Muster der indianischen Indigenen. Tattoos und Graffiti entlehnen ihre Zeichen fernen Vorbildern- die Aufzählung lässt sich leicht erweitern.
Es gibt nun den Begriff der kulturellen Aneignung (besonders, wenn kein explizites Verständnis vor-liegt, sondern nur eine oberflächliche Übernahme von Formen), aber wir können ebenso von der Faszination des Fremdartigen, von einer Anerkennung und Respektbezeugung durch die Beschäftigung mit dem „Anderen“ sprechen. „Fusionen“ vielerlei Art als kreative Verschmelzung eigentlich heterogener Strömungen geschehen mitunter ganz automatisch, sehr selbstverständlich (insbesondere in der Musik) und mit dem Ergebnis ausgesprochener Bereicherung. Es gibt geradezu „Goldene Zeitalter“ des Befruchtens der Kulturen, wir kennen das höchst eindrucksvoll aus Andalusien.
In der Musikgeschichte kann geradezu paradigmatisch der Flamenco mit seinen vielen Wurzeln und Verzweigungen genannt werden. Indisches, Orientalisches, Spanisches, Ballett, Lateinamerikanisches, neuerdings sogar Hip Hop- alles bildet einen „Melting Pot“, der aber nicht nivelliert, sondern jeweils eine unverwechselbare und dominante Note behält. Das „cross over“ führt Menschen zusammen.
So genießen wir zur Abrundung des Vortrages ein Flamenco- Finale durch die seit Jahrzehnten im Er-langer Kulturleben etablierte Mari Angeles Alvarez Rodriguez und ihre Tochter Alba sowie weiteren Tänzerinnen mit der temperamentvollen und vielfältigen Beweisführung für unsere Betrachtungen.

Benefizveranstaltung für die Projekte des Zonta Clubs Erlangen in Kooperation mit „Bildung Evangelisch Erlangen“

Bild von Enrique auf Pixabay

Klimadiskussion- Chancen und Grenzenmultilateraler Diplomatie

Vortrag mit Prof. Franz Baumann (UN-Sonderberater für Umweltfragen und Friedensmissionen der Vereinten Nationen a. D.) am 6. Mai um 19.00 Uhr im KREUZ+QUER

Außerhalb der rechtspopulistischen Nische gibt es niemanden mehr, der die menschengemachte Erderhitzung leugnet. Aber die verbreitete Wirklichkeitsverweigerung tut so, als wäre die Erderhitzung ein Politikproblem von vielen und durch das Drehen einiger Stellschrauben hier und da in den Griff zu bekommen. Das wird nicht klappen. Frappierend ist die Kluft zwischen den unübersehbaren Zeichen und Kosten der Klimakrise einerseits, und den unzulänglichen Gegenmaßnahmen andererseits. Dabei ist die
Erderhitzung die größte globale Herausforderung der Menschheitsgeschichte. In der Vergangenheit – ob Nero, Napoleon, Lenin, Hitler, Mao, Putin – waren die Bedrohungen regional begrenzt. Nun muss die Menschheit eine kollektive Antwort finden, wenn die menschliche Zivilisation eine Zukunft haben soll.

  • Montag, 6. Mai 2024, 19:00 Uhr
  • Kreuz+Quer, Bohlenplatz 1
  • 91054 Erlangen
  • Kooperation von vhs Erlangen, BildungEvangelisch, KEB in der Stadt Erlangen e. V. und MUSLIMISCHES BILDUNGSWERK BAYERN e.V.
  • Anmeldung über www.vhs-erlangen.de (Kursnummer: 24S201048)
Jahresempfang – die Mitte der Gesellschaft

Jahresempfang – die Mitte der Gesellschaft

Am Freitag, den 23. Februar fand in der stimmungsvollen Atmosphäre des KREUZ+QUER (Haus der Kirche) in Erlangen der Jahresempfang von BildungEvangelisch statt. Im Zentrum stand das Thema: „Wir und die anderen?  – Die Suche nach der Mitte in einer polarisierten Gesellschaft“ aus Sicht der Erwachsenenbildung. Die Veranstaltung war nicht nur eine Gelegenheit zum Netzwerken und Austausch, sondern auch eine Plattform für die Lesung von Stephan Anpalagan aus seinem Buch „Kampf und Sehnsucht in der Mitte der Gesellschaft“.

Nach der Lesung von Stephan Anpalagan kamen Vertreter*innen von Bildungsarbeit und Kirche zum Podiumsgespräch zusammen: Mahmoud Abushuair, (Muslimisches Bildungswerk Bayern e.V.), Dr. Elisabeth Preuß (VHS Erlangen), Dr. Bernhard Petry (Dekan im Ev. – Luth. Dekanatsbezirk Erlangen), Dr. Monika Tremel (Offene Tür Erlangen) und Dr. Julia Illner (BildungEvangelisch). Diskutiert wurden verschiedenen Aspekte, darunter die Herausforderungen im Bildungssystem, Chancengleichheit und die Rolle der Mitte der Gesellschaft bei der Förderung von Bildung. Denn die Mitte der Gesellschaft sei gefragt, Bildungsinitiativen zu unterstützen und positive Veränderungen zu bewirken, so die Podiumsteilnehmer*innen.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die musikalische Begleitung durch Anna Skladannaya am Cello und Alexey Petik am Piano (Unversität der Künste – Charkiv). Die beiden, im Dekanat Erlangen lebenden Ukrainer, spielten Stücke von Brahms, Tschaikowski und Chopin mit solcher Hingabe, dass die über 100 anwesenden Teilnehmer*innen still und ergriffen lauschten.

Der Empfang endete mit einem zuversichtlichem Ausblick und dem Aufruf zu weiterem Engagement für eine inklusive und gerechte Bildung für alle Mitglieder der Gesellschaft. Die Teilnehmer verließen die Veranstaltung inspiriert und motiviert, sich weiterhin für dieses wichtige Anliegen einzusetzen.

Von Kateryna Baiduzha - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=123579731

Kunst – und Kulturreise Südschweden

Rundreise nach Stockholm und zurück – mit Dr. Verena Friedrich

Die abwechslungsreiche Route führt entlang der reizvollen Küstenabschnitte von Skåne und durch das wald- und seenreichen Småland mit seinen kleinen roten Häuschen entlang des Weges.. Gemeinsam mit Dr. Verena Friedrich besuchen wir die Kunst- und Kulturstätten von z.B. Karlskrona (Weltkulturerbe), den Dom in Linköping, das Astrid-Lindgren Museum, die Altstadt von Stockholm und die Wasa, die Erlanger Partnerstadt Eskiltuna , Schloss Gripsholm und vieles mehr…

Sehr ausführliches Reiseprogramm mit Beschreibung der Sehenswürdigkeiten und Hotels unten zum Download. Rundreise mit dem Bus und Fähre. Übernachtung mit HP in Hotels auf dem Weg. Veranstalter ist Dr. Augustin Studienreisen GmbH.

  • Reiseinformation zum Download: KLICK
  • Anmeldung und Reisebestimmungen: KLICK
Kandidier für Kirche

Kandidier für Kirche

Im Jahr 2024 werden in ganz Bayern wieder neue Kirchenvorstände (KV) gewählt. Die KV´s sind die basisdemokratischen Gremien der Evang. Kirche in Bayern auf Gemeindeebene. Hier wird alles, was vor Ort wichtig ist, entschieden:

  • gibt es ein Gemeindefest, wenn ja wann?
  • um wieviel Uhr sind die Gottesdienste?
  • kann noch jemand für die Jugendarbeit / Kirchenmusik angestellt werden?

Warum sollte ich mich engagieren?

Die ehrenamtliche Arbeit als Kirchenvorständin / Kirchenvorstand ist für die Engagierten sinnvoll, erfreulich, ein Ausdruck von kirchlichem und sozialem Leben und vieles mehr… Aber das sehen Sie sich am Besten selbst an.

Jutta Spitz aus Matthäus: „Menschen bitten mich um einen Segen oder ein Gebet“
Jens Klinge aus Bubenreuth: „das Wohl der Gemeinde vor Augen haben“
Beate Petersen von der Erlöserkirche: „aktiv für den Klimaschutz eintreten“
Christoph Lange von der Erlöserkirche: „neu hinzugezogen und herzlich Willkommen“
Kerstin Wolski aus Markus: „Jetzt ist die Zeit etwas zu bewegen“
Markus Wierny vom Dekanatsausschuss: „Ehrenamt mit dekanatsweiter Verantwortung“
Mathias Görtz aus Frauenaurach: „Krimi im Kirchenvorstand“
Sebastian Lange aus Erlangen-Bruck: „Jugend entscheidet mit!“
Dr. Martina Switalski aus Forth: „Mit Leib und Seele im Kirchenvorstand“
Katja Boampong-Brummer

Kunst mit Katja Boampong-Brummer (Kunstvorträge per ZOOM)

Terminübersicht – Beschreibung unten:

Bitte registrieren Sie sich für den Vortrag direkt über den farbig hinterlegten Link. Sie bekommen dann von dem System eine E-Mail mit den Einwahldaten zugesendet.

Karikatur und Ironie in der Bildenden Kunst – 16. Mai

Die Schwächen und Unvollkommenheiten menschlichen Tuns – und manchmal menschlichen Aussehens- werden ins Visier genommen: mit verhaltenem Schmunzeln, mit leichtem Augenzwinkern, mit Schalk im Nacken, mit höhnischem Lachen, mit erhobenem Zeigefinger, mit Boshaftigkeit, mit Nachsicht, mit moralinsaurer Tönung, mit Schadenfreude, die Spaß am Absurden, als Gag oder gedankliche Kapriole. Die Griechen und Römer haben es gemacht, der edle Leonardo kann es sich nicht verkneifen, Hogarth hält der Gesellschaft den Spiegel vor, Goya erst recht. Wir machen einen Gang querbeet und kichern, glucksen, lachen, staunen, schütteln den Kopf, manchmal wird es auch „bierernst“. Und fast immer ist das Instrument der Überzeichnung und bewussten Verformung hart an der Wirklichkeit.
https://eu01web.zoom.us/meeting/register/u5wuceivrj0tH9Py6c5DOSimMrPfUWAtr9BD

Weltgebetstag „durch das Band des Friedens“

Weltgebetstag „durch das Band des Friedens“

Das Vorbereitungstreffen zum Weltgebetstag hat in Erlangen bereits stattgefunden. Für die Durchführung des WGT vor Ort ergeben sich aufgrund der aktuellen Lage, einige Änderungen, die sie auf der Seite des Weltgebetstages und in der Stellungnahme des WGT nachlesen können. Stand heute: Der Weltgebetstag wird in veränderter Form stattfinden. Bitte beachten sie die aktuellen Informationen. Hier die Stellungnahme:

„…durch das Band des Friedens“, das Motto des Weltgebetstages (WGT) zu Palästina am 1. März 2024 scheint seit den unfassbaren Terrorakten der Hamas vom 7. Oktober 2023 und den Militäreinsätzen Israels im Gazastreifen mit tausenden Toten wie eine Illusion: Frieden im Heiligen Land. Ein Leben, in dem „Gerechtigkeit und Frieden sich küssen“, wie es in Psalm 85 der Gottesdienstliturgie für 2024 heißt, eine ferne Vision. Und doch eine Vision, an der der Weltgebetstag festhalten will – mit entsprechender Aktualisierung des bereits vorliegenden Materials.

„Wann, wenn nicht jetzt sollten christliche Frauen aller Konfessionen sich weltweit zu Friedensgebeten versammeln, wann wenn nicht jetzt?“ sagt die katholische Vorstandsvorsitzende des WGT, Ulrike Göken-Huismann. Allein in Deutschland nehmen jährlich rund 800.000 Menschen an Gottesdiensten und Veranstaltungen teil, in über 150 Ländern weltweit mehrere Millionen – der WGT als „einzigartige Gebetskette rings um die Welt“.

Frieden könne es in Palästina und Israel nur gemeinsam geben, so Göken-Huismann: „Das Existenzrecht Israels ist völlig unbestritten, deshalb sind Vorwürfe gegenüber dem Weltgebetstag, antisemitisch oder antiisraelisch zu sein, ebenso unberechtigt wie unhaltbar.“ So unterstützt der Weltgebetstag schon seit langem etwa Projekte und Partnerorganisationen im Westjordanland, in Gaza und in Israel, die sich für Frauen- und Menschenrechte engagieren und für einen gerechten Frieden eintreten. Zum Beispiel die Aktivistinnen der israelischen Initiative MachsomWatch, die an militärischen Checkpoints präsent sind oder die palästinensische Trauma-Beratung Wings of Hope.

„Canceln“ keine Option. „Als Weltgebetstag werben wir für Toleranz, Versöhnung und Dialog – Gebet als aktiver Beitrag zur friedlichen Konfliktlösung“, betont die evangelische Vorstandsvorsitzende des WGT, Brunhilde Raiser. „Wir sehen keinen Grund dafür, die Gottesdienstliturgie oder etwa den ganzen Weltgebetstag abzusagen, von ‘Canceln‘ kann keine Rede sein.“ Es gehe nach wie vor darum, die Stimme der christlichen Palästinenserinnen hörbar zu machen, von ihrem Glauben, ihrem Alltag und der Friedenssehnsucht nach mehr als 50 Jahren israelischer Besatzung zu erzählen.

Gleichzeitig nimmt das deutsche Komitee des Weltgebetstags Kritik und Antisemitismusvorwürfe ernst. Es prüft, wo gegebenenfalls weitere Erklärungen, kontextuelle Hinweise oder der Verzicht auf Formulierungen nötig sind. Das Material ist bereits mit teils mehreren Jahren Vorlauf entwickelt und im September 2023 veröffentlicht worden. Brunhilde Raiser: „Durch den Terrorangriff der Hamas haben sich der Bezugsrahmen und die Deutungsmöglichkeiten zum Thema Israel-Palästina in Deutschland verschoben. Deshalb braucht die Liturgie eine Einordnung und Einbettung in den aktuellen Kontext.“ 

Überarbeitung  des Materials. Auf Beschluss der Mitgliederversammlung des deutschen WGT-Komitees vom 9. November 2023 sind folgende Maßnahmen geplant oder schon erfolgt:

  • Die Gottesdienstordnung soll so weit wie möglich erhalten bleiben „um die Stimmen der palästinensischen Schwestern zu Gehör zu bringen“. In der jetzigen Form wird sie nicht weiterverwendet und die Printfassung nicht mehr verkauft. Lieder und Fürbitten werden überprüft, bearbeitet und ergänzt, die drei Erfahrungsberichte werden kontextualisiert. Bis zur Jahreswende wird eine überarbeitete Gottesdienstordnung vorliegen.
  • Insgesamt braucht sie eine Einordnung in die aktuellen Kontexte im Nahen Osten und in Deutschland.
  • Titelbild und Plakat des WGT werden nicht mehr verwendet, der Verkauf ist gestoppt, da Vorwürfe gegen die Künstlerin Halima Aziz, Hamas-freundlich zu sein, nicht ausgeräumt werden konnten; die Bildauswahl war durch das internationale Komitee erfolgt.

EKD-Ratsvorsitzende: Kein Entweder-Oder. Der Weltgebetstag begrüßt die Auffassung der Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, am Rande der EKD-Synode in Ulm am 12. November, dass der Weltgebetstag 2024 zu Palästina stattfinden solle; allerdings sei die anstehende Bearbeitung des Materials dabei eine wichtige Aufgabe. Wörtlich sagte sie: „Genau da wird sich zeigen, dass wir hier nicht von einem Entweder – Oder sprechen, sondern von einer Solidarität mit Israel UND einem Blick auf das, was in Palästina geschieht.“

Ausblick. Wir hoffen und bitten Gott darum, dass es bald Frieden im Nahen Osten gibt; einen Frieden, der mit Gerechtigkeit und Vergebung einhergeht und Lebensperspektiven für alle Menschen in der Region eröffnet.

Vorstand des Weltgebetstages der Frauen, Deutsches Komitee e.V.

Stein bei Nürnberg, 13. November 2023