keywork

Keywork: Ehrenamt – neu gedacht

Krise als Chance: die Familienarbeit der Zukunft

So sehr uns Corona in der Gemeinde-und Familienarbeit beeinträchtigt hat, liegen darin doch auch neue Chancen. Alle mussten zwangsläufig aus dem bisherigen Alltagsgeschäft aussteigen, neue Formate sind aus der Notlage heraus entstanden. Vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt, neu von den Familien her zu denken und mit ihnen zu fragen, was sie wollen.

  • Welche Kirche brauchen Familien – gerade in dieser
    Veränderungszeit?
  • Wie regen wir als Gemeinde Prozesse an und engagieren uns?

Mit der Pädagogin Karin Nell bekommen wir Einblick in die Gedanken von Keywork. Das Konzept steht für die Kunst, das soziale Miteinander im Austauschen, Vernetzen, Lernen und Handeln zu entwickeln. Es gibt keine fertigen Angebote mehr, sondern Menschen, die Verantwortung für Ihr Quartier übernehmen wollen und neue Gestaltungsräume schaffen. Hauptberufliches und ehrenamtliches Engagement verknüpfen sich unmittelbar. Es entsteht eine neue Form von „Freiwilligenarbeit mit leichtem Gepäck“.
Sie sind eingeladen, die inspirierenden Impulse der Referentin auf Ihre Gemeindesituation zu beziehen und mit anderen Teilnehmenden im Workshop auszutauschen.
FR, 27.11.20, 18 – 21 Uhr
Ort: Kreuz&Quer, Bohlenplatz 1, Erlangen, max. 40 Personen
Referentin: Karin Nell, Dipl.Pädagogin, Referentin für Erwachsenenbildung und Kulturarbeit, tätig in der Entwicklung von Projekten und Fortbildungskonzepten der innovativen Bildungs- und Quartiersarbeit

Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung erforderlich bei BildungEvangelisch, bildung.evangelisch-er@elkb.de, Tel. 09131-20013
Veranstalter:
BildungEvangelisch Erlangen
Dekanatsentwicklung Erlangen
Amt für Gemeindedienst Nürnberg

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Arbeitsschutz, Datenschutz, Gesundheitsbelehrung, Brandschutz, …

Basiskurse- Fortbildungsreihe Arbeitsschutz

Basis Schulungen für Ehren- und Hauptamtliche in den Kirchengemeinden des Erlanger Dekanats, nach Beschluss des neu gegründeten Arbeitsschutzausschusses. Bildung Evangelisch veranstaltet die Kurse im Auftrag des Dekanats gemeinsam mit Spezialisten für die jeweiligen Fachgebiete. Die Kosten können – nach Absprache – vom Arbeitgeber bzw. von der Kirchengemeinde übernommen werden.
Die Anmeldung ist erforderlich!

Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz (Gesundheitszeugnis) beim Umgang mit Lebensmitteln

Di, 10.11.2020, 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr; Kreuz + Quer (Haus der Kirche, Bohlenplatz 1, 91054 Erlangen)
Der Gesetzgeber fordert von Personen, die Lebensmittel herstellen, behandeln oder in den Verkehr bringen oder eine Tätigkeit in Küchen von Gaststätten oder sonstigen Einrichtungen mit oder zur Gemeinschaftsverpflegung (z.B. Kindergärten oder Pflegeheime) beschäftigt werden, vor erstmaligem Dienstantritt eine nicht mehr als drei Monate alte Belehrungsbescheinigung nach §43 IFSG. Bei der Erstbelehrung muss eine Erklärung unterschrieben werden, dass keine Erkrankungen bekannt sind, die ein Tätigkeitsverbot zur Folge hätten. Im Weiteren muss der Arbeitgeber oder Dienstherr alle Mitarbeiter alle 2 Jahre dokumentiert Folgebelehrungen durchführen.
Bitte bringen Sie Ihren Personalausweis mit.
Kosten: bitte bei BE erfragen
Referent: Herr Dr. med. Rüdiger Stephan Görtz, Gesundheitszentrum Erlangen

Ausbildung zum/zur Brandschutzhelfer/in
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aus dem Beichtstuhl

Start war am Tag der Deutschen Einheit um 18.53 Uhr! Liebst Du Deutschland? Das neue Format von BildungEvangelisch mit Prof. Luibl.

Wöchentlicher Kommentar zu aktuellen Ereignissen und Ärgernissen mit Pfarrer Prof. Hans Jürgen Luibl aus Erlangen.

  • #kurz: deutlich unter 10 Minuten
  • #krass: ehrlich, pointiert, provozierend
  • #kirchlich: persönlich, in evangelischer Freiheit

Die Videos geben die Meinung und Ansichten des Verfassers wieder. Wir freuen uns über Rückmeldungen und Diskussionen in den Kommentaren und bei persönlichen Treffen.

Das erste Video erschien am 3. Oktober um 18.53 Uhr und trägt den Titel: „Liebst Du Deutschland?“

© BildungEvangelisch Erlangen 2020 Texte: Prof. Hans Jürgen Luibl / Bilder: Carsten Kurtz / Schnitt + Projektleitung: Mac Felix / Vorlage und Musik by Quik App von GoPro https://gopro.com/de/de/

Familienfreundliche Kirche?! Abschlussbericht

Familienfreundliche Kirche?! Abschlussbericht

Werkstattheft zum Download

Vor knapp drei Jahren haben wir auf der Dekanatssynode des Dekanats Erlangen die Idee zum Projekt „Familienfreundliche Kirche?!“ vorgestellt. Inzwischen ist das Projekt auf Dekanatsebene abgeschlossen.

Zum Abschluss und als Grundlage für die Weiterarbeit entstand das Werkstattheft zum Projekt. Es setzt sich zusammen aus einer – wie wir hoffen – ansprechenden Mischung aus Erfahrungsberichten der Gemeinden, Impulsen zu verschiedenen Themenschwerpunkten und Ausblicken aus unterschiedlichen Perspektiven.

Es will die Ergebnisse des Projektes sichern und – mehr noch – für die Gemeinden, die nicht teilnehmen konnten, Einblick geben in Inhalte und Prozesse. Also herzliche Einladung zu blättern und zu stöbern und dann vielleicht zum Telefonhörer zu greifen und nachzufragen: „Wie habt ihr das in XY eigentlich gemacht?“
Viel Spaß beim Schmökern!

wünscht das Projektteam.
Renate Abeßer, Christine Falk und Michael Maier

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Krokodilstränen, made in Europe

ein nachdenklicher Kommentar zur Situation in Moria von Prof. Hans Jürgen Luibl

Das Flüchtlingslager Moria ist abgebrannt. Über 13.000 Menschen sind ohne Dach über dem Kopf, ohne Herberge. Geplant war das Lager für 2.000 Menschen. Es wurden immer mehr. Wir haben es gesehen, mit jeder Nachrichtensendung, das wachsende Elend. Wir haben es kommen sehen, das Elend samt Bankrotterklärung der EU. Abgebrannt Moria und auch, ja, das war einmal, das christliche Abendland: „Abendland ist abgebrannt.“ – und zwar an jenem Ort, wo es einst als Europa das Licht der Welt erblickte. Natürlich sind wir betroffen, jetzt.
Es fließen Tränen, Krokodilstränen. Eine Runde Mitleid für alle! Vor allem für mich. Denn seht doch meine Tränen: ich trauere hier und jetzt. Bitte also jetzt keine Kritik an mir, an der deutschen Sicherheitspolitik, an der europäischen Außenpolitik. Und vor allem: keine Änderung dieser Politik. Wir würden ja gerne …, aber das muss gesamtdeutsch gesehen werden, auch hier in dem vereinten Wertedeutschland würden wir ja gerne, aber das muss gesamteuropäisch gelöst werden, außerdem ist es ein globales Problem, ja, da müsste man ansetzen, dort draußen, Heldentum im Irgendwannundwo. Und außerdem: soll doch der liebe Gott… wofür hat man ihn denn?
Krokodilstränen, das ist nicht nur seichte Trauerperfomance, sondern auch Verweigerung, sich zu ändern. Das unterscheidet sie etwa von der Trauer, die ihren Platz im Herzen der Religionen hat. Tränen gibt es auch dort, sie kommen von gebrochenen Herzen und dem Mut zur tätigen Reue. Tätige Reue, ein altertümliches Wort. So alt und überholt wie die Sache selber: nämlich der Mut, es besser zu machen. Wir haben die Gegenreden gut gelernt: Was besser ist, das weiß man doch so genau nicht, das ist kompliziert, politisch kontrovers. Aber vielleicht geht es gar nicht darum, es besser zu machen, sondern einfach nur gut. Und was das ist, wissen wir: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“ Und woher weiß ich, welches nun der gute Weg ist? Man merkt es, indem man einfach losgeht und dort, wo es einem selber anfängt, weh zu tun, wo die Füße wund werden und man sich blutige Nasen holt. Da werden aus den Krokodilstränen die echten, eigenen Tränen eines mühsamen Weges. Let´s go, let my people go!

Mein Vorschlag: Die Kollekte des nächsten Sonntags ist in allen Kirchen Erlangens bestimmt für die Flüchtlingshilfe Moria. Und die Stadt Erlangen verdoppelt diese Kollekte. Und Erlanger Gemeinden erklären sich bereit, Flüchtlinge aufzunehmen. Und wir stellen eine Mahnwache auf, bis der deutsche Innenminister endlich sein Veto aufgibt, gestrandete Flüchtlinge aufzunehmen, um den Menschenfeinden am rechten Rand nur nicht entgegentreten zu müssen.
Tut um Gottes Willen etwas Tapferes, hat der Zürcher Reformator Ulrich Zwingli gesagt und sich in die erste Reihe gestellt, wo er dann im Kampf getötet wurde. Da seht ihr, sagen sie, das geht eben doch nicht, das alles geht heute nicht, sorry. Ja, wenn das so wäre, dass das alles nicht ginge: es wäre wirklich zum Heulen. Und das wäre schon der Anfang vom Ende der Krokodilstränen. Übrigens: das Wort Krokodilstränen geht auf eine seltsame Deutung zurück: dass Krokodile Tränen in den Augen haben, um kleine Kinder anzulocken und sie besser fressen zu können. Heulend fressen wir unsere Kinder. Ja, wir sind Krokodile. Aber wir müssen es nicht bleiben, ist ja nur eine Sage. Gott sei Dank.

15.10.2020 /HJL

Hier gehts zum Artikel „Moria ist abgebrannt“ von Carina Harbeuther, der Beauftragten für Flüchtlingsarbeit mit Spendenadressen.

Bild von TeeFarm auf Pixabay

Podcast Folge 5 mit Regina

#5 Gemeinsam Räume erobern!

Podcast: Regina Barthel – Wortkünstler*in und Tiny-House Erlangen

In Erlangen braucht es Räume für kreative Menschen, Inspiration und gemeinsame Aktion! Mit Regina Barthel, 65, haben wir uns getroffen, um über eben solche Räume zu sprechen. Regina ist ein bunter Mensch, vielseitig interessiert und engagiert. Als Wortkünstler*in gestaltet sie ein Atelier im Künstler*innenprojekt B11, als ehrenamtliche Kirchenführerin kann man mit ihr gemeinsam die Kosbacher Kapelle erkunden und als Mitglied der Tiny-House-Gruppe Erlangen ist Regina Teil einer Bewegung, die sich viele Gedanken um alternative Formen des gemeinschaftlichen Lebens macht. Denn es geht ihr bei der Idee, in einem Tiny-House zu leben, nicht nur um eine andere Form von Wohnung, sondern darum, miteinander zu leben, um Dinge, Ideen, Überzeugungen und Werte zu teilen.

Im Podcast erzählt sie uns, warum ein Umdenken in unserer Raumnutzung wichtig ist und welche Wege dafür eingeschlagen werden können.

National Gallery / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)

Kunst und Kultur mit Katja Boampong-Brummer

Webinare mit der Erlanger Kunsthistorikerin Katja Boampong-Brummer. Sie können sich ganz einfach online selbst anmelden und bekommen dann eine automatische Teilnahmebestätigung. Kurz vor dem Webinar sende ich Ihnen noch eine E-Mail mit einer Support-Telefonnummer von mir.

22.10., Donnerstag:

Edward Hopper- „Warten auf Godot“, Melancholie und Sprachlosigkeit trotz ewiger Sonne mit Bezügen zu Beeinflussungen und Auswirkungen https://zoom.us/webinar/register/WN_QYdTm6UKSKiQ063px12jhg

17.12., Donnerstag:

Darstellungen der Geburt Christi mit mancherlei Überraschungen und theologischen Betrachtungen https://zoom.us/webinar/register/WN_8aZJlFWaREuhmWaSvV4Gqw

28. Januar 2021, Donnerstag:

Wird noch festgelegt !