Mit einem großen Gottesdienst auf dem Nürnberger Hauptmarkt und Kornmarkt endete nach fünf Tagen der 38. Deutsche Evangelische Kirchentag. Rund 70.000 Menschen haben das vielfältige Programm mit einem Ticket besucht (z.B. ohne Ticket z.B. Abend der Begegnung, Konzerte deutlich mehr – die NN schätzt 120.000 Menschen). Gemeinsam haben sie Gottesdienst gefeiert, getanzt, gelacht, über die großen Themen der Zeit gesprochen und auch gestritten. Viele spannende Veranstaltungen, teils mit sehr prominenten Gästen, liegen hinter den Besucher*innen.
Das Team von BE war auch vertreten. Am Stand der AEEB im Markt der Möglichkeiten, mit dem Herzensgebet im CPH, mit Angeboten für Familien auf AEB und beim Auftakt des Weltgebetstagsmottos „Palästina“.
Mit neuen Freundschaften und Eindrücken und neuen Erkenntnissen kehren nun alle in den Alltag zurück. Das Team von BE dankt allen Freunden des Bildungswerkes, die uns auf dem Kirchentag begegnet sind und auch gezielt besucht haben. (ein paar Eindrücke vom Kirchentag in Bildern)
Um eine Welt im Wandel zu verstehen sollten wir lernen unsere Welt und uns Menschen neu zu betrachten. Die Künstlerinnen Marisa Leininger und Maria del Pilar laden uns dazu ein. Mit ihren großformatigen Acryl- und Cyanotypie Bildern, Collagen und Assemblagen möchten sie uns das Leben aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen: Entstehung, Entwicklung bis hin zum Vergehen.
Die Ausstellung ist im KREUZ+QUER zu den Öffnungszeiten zu besichtigen.
Herzliche Einladung zur Vernissage mit Live-Musik, Getränken und Gespräch am 21. April um 18.00 Uhr (auch im K+Q)
Wir laden Sie ein zu einem „Trauerweg“ an einem Frühlings- bzw. Herbstnachmittag in der Natur. Gemeinsam wollen wir gehen, teils in Schweigen und teils im Gespräch, und immer wieder innehalten und dessen gedenken was geschehen ist und was uns dennoch am Leben hält. Texte und Impulse begleiten uns dabei. Wanderung 1 am 21. April, Wanderung 2 am 28. September.
Beim Neujahrsempfang des Evangelischen Dekanats Erlangen und von BildungEvangelisch standen die starken Frauen im Mittelpunkt. Über 130 Besucherinnen und Besucher kamen zum Jahresempfang der evangelischen Kirche in Erlangen, der erstmals seit der Corona-Pause wieder im Kreuz+Quer (Haus der Kirche) stattfinden konnte. Die „Starken Frauen“ standen gleich mehrmals im Mittelpunkt der Veranstaltung: Zuerst wurde die neue Leiterin von BildungEvangelisch- Pfarrerin Dr. Julia Illner – in einem festlichen Gottesdienst in ihr Amt eingeführt. In ihrer Predigt über die Jahreslosung ging Frau Illner vor allem auf Hagar, als starke Frau, ein. Dekan Huschke vollzog die feierliche, segnende Handlung. Die herzlichen Grußworte von Bürgermeister Volleth, Senior Irmer, Kirchengemeinde Forth und dem Team von BildungEvangelisch rundeten den ersten Teil motivierend ab. In der Folge stellte die Nürnberger Künstlerin Susanne Carl die Frage „Bin ich schön?“. Die sie mit Bildern und Kommentaren aus ihrem Projekt „Just Perfekt“ beantwortete. Bei dem medialen Kunstprojekt geht es um das Spiel mit Masken, Kleidung und Posen, als Mittel der Selbstinszenierung. Die Masken konnten hierfür selbst von den Anwesenden ausprobiert werden. Beim anschließenden Stehempfang war Gelegenheit um miteinander ins Gespräch zu kommen und sich durch die Ausstellung „Rebellinnen – Frauen verändern die Welt“ führen zu lassen. Dies war auch ein gelungener Abschluss für den Jahresempfang 2023, der nochmals nachdrücklich die Notwendigkeit und Selbstverständlichkeit von „Starken Frauen“ hervorhob. Die Kollekte des Gottesdienstes in Höhe von 400,- Euro wird an die Diakonie-Katastrophenhilfe für die Erdbebenopfer gespendet.
Zum Familienfest der Feste fragen wir bei streettalk: Wie sieht Familie heute aus?
Mehr als Vater, Mutter, Kind: Immer häufiger brechen familiäre Beziehungen mit den althergebrachten Dogmen. Was ist Familie heute? Wir haben nachgefragt – auf den Straßen unserer Stadt und bei interessanten Vertreter*innen von Islam, katholischer und evangelischer Kirche. Reden Sie mit – bei Instagram und YouTube!
Singleleben aus Überzeugung, ganz ‚traditionell‘ mit Vater, Mutter, Kind (und Hund) oder polygam mit mehreren Partner*innen: Die einen beäugen die Vielfalt der Beziehungsformen kritisch und sehnen sich zurück zum lange etablierten Leitbild von Mann und Frau in einer exklusiven Ehe. Andere streiten für mehr Offenheit gegenüber individuellen Lebensentwürfen. In der Erlanger Fußgängerzone sucht Moderator Martin Hoepfner das Gespräch und hakt nach: Wie macht Familie für Sie ganz persönlich aus? Wie stehen Sie zu den Modellen, die mit tradierten Normen brechen?
Ibrahim Aslandur, Islamtheologe, und Mohammed Naved Johari, Referent für Religiöses und Soziales, sprechen in der neuen Ausgabe unseres Videoformates streettalk über gleichgeschlechtliche Beziehungen im Islam sowie das Konzept der Polygamie. Der katholische Dekan Michael Pflaum aus Erlangen Bruck und die evangelische Pfarrerin Maria Ammon von der Nürnberger „Segen-Servicestelle“ steuern die (unterschiedlichen) Perspektiven der christlichen Konfessionen bei. Wir bedanken uns herzlich für ihre offenen Worte!
Pogromgedenken 2022 in Forth mit Texten von Etty Hillesum
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Fast 350 Jahre lang prägten jüdische Familie das Forther Dorfgeschehen in Franken als Nachbarn, (Vieh)händler und Gläubige. Vor 84 Jahren wurde dieses Miteinander von Christen und Juden durch die Gewalt der SA und die Plünderungen der vormaligen Nachbarn vollständig zerstört. Der „Nacht der Schande“, der Pogromnacht, wurde auch in diesem Jahr in Forth von der „Interessengruppe jüdische Geschichte“ gedacht. Es ist nach Angaben der beiden Veranstalter, Martina Switalski und Manfred Bachmayer, gar nicht so einfach immer wieder neue Formen des Gedenkens zu finden. Seit 2009 erinnert man mit Vorlesungen, Musik, Dokumentarfilmen und Theaterstücken an die Opfer der Shoa, die Häuser der Forther Ermordeten, den Nachkriegsprozess zur Pogromnacht 1950 und die Zusammenhänge der Rabbinatsgemeinschaft Medinat Oschpah mit Schnaittach, Hüttenbach und Ottensoos.
In diesem Jahr las Martina Switalski mit Jürgen und Martina Salzmann aus den Tagebüchern „Das denkende Herz der Baracke“ von Etty Hillesum in Begleitung der Kleszmerband Sheynhoven. Man wollte mit dieser Studentin aus Amsterdam im Jahre 1941 hinter die Fassade der damals Verfolgten schauen. Was dachte jemand, der täglich um sein Leben und seine Unversehrtheit fürchten musste? Etty ringt um ihre Schriftstellerei, Leidenschaft und Mitmenschlichkeit angesichts von Unmenschlichkeit, Grausamkeit und Vernichtung. Sie hat mit Humor, atemberaubender Ehrlichkeit und ungeheuerlicher Liebesfähigkeit ihre Gedanken seziert. Wie die Aufzeichnungen ihrer Geistesschwester Anne Frank haben Ettys Tagebücher die Deportation und ihre Ermordung in Auschwitz überlebt und sind ein berührendes Zeugnis von Menschenliebe und Gottessuche. Wenn Gott uns nicht mehr helfen kann, müssen wir ihm helfen. So einfach denkt Etty Hillesum. Nach der Lesung im Gemeindehaus zogen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen im stillen Zug zur Gedenkstele vor der Forther Hauptstraße 47, dem ehemaligen Schnaittachershaus, und zündeten für alle 29 aus Forth stammenden Opfer der Shoa als Zeichen gegen Rechtsradikalismus und Antisemitismus Kerzen an.
Skript (gekürzt) nach Etty Hillesums „Das denkende Herz der Baracke“ gelesen von Martina Switalski , Martina Salzmann, Jürgen Salzmann / Technik: Paul Falter / Musik: Sheynhoven Wolfgang Grasser (Klarinette), Tom Jenohr (Akkordeon), More Mayer (Bass) und Eva Fürst (Violine) / Lesung der Opfernamen: Manfred Bachmayer
Ein Basiskurs für alle, die den eigenen Weg zu einer gesunden und erfüllten Lebensweise entdecken möchten. Gesund sein ist wertvoller denn je – in der Fülle des Lebens finden wir heraus, was uns gesund erhält, stärkt, begeistert und erfüllt.
Was bietet der Kurs? Die ganzheitliche Betrachtung von Körper, Geist und Seele, fundiertes Wissen durch Impulsvorträge von ausgewählten Referentinnen, Anregungen für weiterführende Quellen und Netzwerke, umfassende Aufklärung und Prävention. Zum Auftakt referiert Dr. Anke Lemmer, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren und Homöopathie. Der kontinuierliche Austausch in der Gruppe bereichert den Erfahrungsschatz und bestärkt den eigenen Weg neugierig und BE-wegt zu gestalten und den eigenen GesundheitSPass zu entwickeln.
Termine Gruppentreffen jeweils am Donnerstag 27.10., 24.11.2022 und 12.01., 02.03., 27.04.2023 von 18.30 bis 21.00 Uhr Abschlusstreffen am Samstag 17.06.2023 von 10.00 bis 15.00 Uhr Termin für eine Stunde Einzelcoaching nach Wunsch Referentin und Coach: Birgit Sollmann – Dipl.-Sozialpädagogin, Systemische Beratung und Therapie (www.lebenswellen-erlangen.de) Fachreferentinnen für verschiedene Impulsvorträge
Ort: Villa an der Schwabach, Hindenburgstr. 46a, 91054 Erlangen
Gebühr: 40 Euro
Anmeldung: bis 12.10.2022 erforderlich per Mail: bildung.evangelisch-er@elkb.de