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Kunst und Kultur mit Katja Boampong-Brummer

Webinare mit der Erlanger Kunsthistorikerin Katja Boampong-Brummer jeweils um 19.00 Uhr. Sie können sich ganz einfach online selbst anmelden und bekommen dann eine automatische Teilnahmebestätigung. 30 Minuten vor Beginn ist Carsten Kurtz bereits online und kann technische Hilfe leisten.

14.07.22, Donnerstag – „Anthonis van Dyck“ – ZOOM

„Die Delikatesse der Oberfläche und die Eleganz der Pose- der große Auftritt“
Anthonis van Dyck – der Mann aus Antwerpen, Zeitgenosse von Rubens, wird Hofmaler in England und malt exquisite Porträts der dortigen Hofgesellschaft mit brillanter stofflicher Qualität, die Dargestellten in vornehmer Haltung zumeist in die Natur gestellt und damit ihren privaten Charakter betonend. Seine Virtuosität, gepaart mit dandyhafter Attitüde, schafft Vorlagen, die erst nach mehr als hundert Jahren in England aufgegriffen und in einer überfeinerten, zugleich mitunter salopperen Manier von Gainsborough und Reynolds in das insulare Rokoko überführt werden, das sich mit romantischen Stimmungen mischt. Der Reiz des malerischen Duktus und die elegische Stimmung bilden das Band zum „Gastarbeiter“, der mit langer Phasenverzögerung die Schnur für eine eigenständige englische Malerei entzündet

Nächste Termine:

21.07.22, Donnerstag, Sommer-Abend der Kunst in Präsenz! 18.00 Uhr – Villa an der Schwabach

„Niki de St. Phalle, 1930-2002“
Katja Boampong-Brummer stellt uns an diesem Sommerabend einen Einblick in das Werk der Künstlerin Niki de St. Phalle vor. Die Schöpferin der Nanas, die prall, bunt und berstend vor Vitalität Plätze und Parks bevölkern, ist mehr als eine provokante und lärmende Repräsentantin der Pop Art. In den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts erscheint sie mit den „Schießbildern“ auf der Kulturbühne und verarbeitet damit wohl ihre trotz äußeren Reichtums nicht unproblematische Jugend. Zerbrechlich wirkend sieht man sie schon bald im Umkreis von Berserker-Typen wie Dubuffet, Johns und Rauschenberg. Jean Tinguely wird nunmehr ihr menschlicher und künstlerischer Partner, ihr Pendent, aber auch ihr Reibungspunkt. Die 60er finden die großen Themen von womens liberation und Happenings, von sexueller Befreiung und love and peace in den ausladend- fröhlichen Figuren von Niki gespiegelt (das Gegenbild zu der fragilen Twiggy- Ästhetik!). Am Ende kann sie ihren von Gaudí inspirierten Traum des Tarot-Gartens in Italien realisieren, der sich wie eine große Spielwiese ausnimmt und doch eine Lebensphilosophie verbildlicht.

  • Die Abendveranstaltung erfordert bitte eine Anmeldung.
  • Kosten inkl. Häppchen und Getränke: 15,- Euro
  • Präsenzveranstaltung!

(Beitragsbild von Couleur auf Pixabay) (Artikel aus redaktionellen Gründen neu datiert)

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Kunst und Kultur mit Katja Boampong-Brummer

2 Online-Vorträge per ZOOM mit der Kunsthistorikerin Katja Boampong-Brummer über „Masken!“ und „Kindheit in der Antike“.

MASKEN !

29. Juli 19.00 Uhr
Sie sind derzeit das Reizthema weltweit. Im Fasching aber tragen wir sie zum Spaß und als reiz-volles Versteckspiel.
Das antike Theater nutzt Masken ( nicht anders das japanische ) als schablonisierte Ausdrucksmöglichkeiten. Vielen Kulturen dienen sie als ein Medium zur spirituellen, animistischen Welt, als schamanisches Mittel also. Viele Bilder ( Ensor, Nolde, Pechstein etc. ) zeigen Masken als Symbol für Fremdartigkeit, Magisches, Furchterregendes, Bizarres. Die Römer kannten Gesichtsmasken als militärischen Schutz, als Teil der Rüstung. Die Pestmasken Venedigs sollen Krankheitsübertragung verhindern. Tragen wir nicht manchmal eine Maske, auch wenn nichts unser Gesicht bedeckt ?
Spannende Hintergründe zu dem Ding, das uns so lästig ist !

Bitte melden Sie sich hier direkt an:

https://zoom.us/meeting/register/tJwlde2sqDsrHtV95dQ645Cfd9V4vGjbtvml

DIE KINDHEIT IN DER ANTIKE

11. August 19.00 Uhr
Vasenmalereien, seltener Fresken, Sarkophagreliefs ( oft war schon in frühen Jahren der Lebensfaden gekappt ), Statuetten- sie erzählen uns vom dem Leben der Kinder im alten Griechenland und antiken Rom. Die Rolle der Amme und des Pädagogen war mitunter wichtiger als jene der Eltern. Wo liegen die Schwerpunkte ihrer Ausbildung ? Wie sind ihre Lebensabschnitte in der Kindheit und Jugend getaktet ? Welche Spielzeuge hatten sie ? Hier und da schauen wir auf Kinderbilder aus späteren Zeiten ( deren Fülle jeden handhabbaren Rahmen sprengt ), um die entscheidenden Etappen der Beschäftigung mit dem Wesen des Kindes zu benennen.

Bitte melden Sie sich hier direkt an:

https://zoom.us/meeting/register/tJcldu2orD0qE91jhv1yde_Pf2NuCrmuX8S9